Erich Eisfeld 1930 (35)
Von Matthias C.S. Dreyer
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Eine Originalpostkarte aus dem Jahr 1930 ist aufgetaucht. Das sensationelle daran ist der Bezug zur Kalmit, der Wetterwarte und unserem Weinberg.

Bild: Postkarte mit Ansicht / Gemälde des Kalmitgipfels.
Erich Eisfeld, einer der ersten offiziellen und zivilen Wetterbeobachter in der Wetterwarte, schreibt von der Kalmit, an Herrn Dr. Lichtenauer.
“An Herrn Dr. Lichtenauer, Landau, Pfalz, Nordring 12 - Lieber Herr Dr. Lichtenauer! da Sie nicht nur an der Wetterwarte, sondern auch so freundlichen Anteil an meinem Ergehen nehmen, so gestatten Sie mir bitte obige Anrede. Ihre Zeilen, aus denen ich Ihre Bereitwilligkeit ersehe, mir ein wenig behilflich sein zu wollen und mir fröhliches Wandern in die Südpfalz zu ermöglichen, haben mir eine rechte Freude gemacht. Ich erwarte Sie also zu der von Ihnen vorgeschlagenen Zeit, um Sie ein wenig in die Lehre(?) nehmen zu können. Mit freundlichen Grüßen an die Frau Gemahlin u. Sie von Ihrem E. Eisfeld u. Frau.”

Bild: Rückseite der Postkarte mit dem Text von Erich Eisfeld.
Es dürfte sich dabei um eine der letzten auf die Kalmit bezogenen Mitteilungen des Meteorlogen Erich Eisfeld handeln. Denn in dieser Zeit begann bereits sein Nachfolger Karl Sonntag den Dienst in der Wetterwarte.
Karl Sonntag hat im Jahre 1932 den pflanzenklimatischen Versuchsgarten mit Wingert angelegt. Dazu heißt es (Burckhardt 1934): “Als wissenschaftliche Sonderaufgabe werden durch das Observatorium phänologische Beobachtungen durchgeführt, zu denen sich ja insofern genügend Gelegenheit bietet, als die Kalmit im Gegensatz zur Zugspitze noch innerhalb der Zone pflanzlichen und tierischen Lebens liegt. Um nicht nur auf die vorhandenen Pflanzen angewiesen zu sein und auch selbständige Experimente durchführen zu können, wurde von dem mehrjährigen Beobachter Dr. K. Sonntag ein pflanzenklimatisches Versuchsfeld angelegt. Es werden hier Wachstumsversuche gemacht, die Einwirkung der meteorologischen Elemente auf das Wachstum studiert und schließlich auch Zooklimatologie betrieben.”
Zum aktuellen Stand des Rebenwachstums
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